Papst
"Wie
gehtz ihrer Frau?"
Nonne
"Wie
gehtz ihrem Mann?"
Und
wo bleibt die Nagelei
Einen
Nagel schon habe...
Naiver
Lottogewinn
Selten
zuvor fiel es mir so stark auf, wie selbstverliebt ich bin, wie
jetzt, nachdem ich mir eben einen runter geholt habe und meinen Samen
voll Wonne schlürfte. Aber jetzt zum Schreibthema: Bei Winona komme
ich irgendwie nicht weiter, also stelle ich mir jetzt vor, wie es
wäre, wenn ich 6 Richtige im Lotto erzielen würde. Ich würde mir
und meinen Eltern ein Haus bauen, zumindest aber eines zum Vermieten
an andere Leute. Meine Schwester bekäme eine Wohnungseinrichtung und
die Möglichkeit zum Matura-Nachholen und Studieren. Wagen (mehrere)
und teure Wohnausstattung mit Swimming-Pool wären auch drin.
Natürlich auch ein Urlaub, auch für die Atlantides. Nie mehr
malochen, vielleicht Disco oder Kneipe eröffnen, jedenfalls mal
selbstständig werden.
Konkretere
und differenziertere Wünsche habe ich nicht. Einiges davon gehört
auch ohne Lottogewinn zu meinen privaten Wünschen, -und eine Frau!
Jetzt habe ich jedenfalls vor, in eine Disco zu fahren, Frauen
anmachen; die Lottoziehung schaue ich mir nicht an, weil ich sie
grässlich finde, schon nach der zweiten Zahl weiß man, dass man
nicht mehr groß gewinnen kann. Was sind denn schon 5 Richtige, auch
mit Zusatzzahl, finanziell besehen? Nichts!
Ich
ziehe mich schön an, will die besseren Wiener Läden besuchen, wenn
der Mut mich nicht verlässt. Die Straßenbahn ist einigermaßen
voll, plötzlicher Wintereinbruch, Wien bleibt nicht verschont, es
ist saukalt; ich gehe ins BH-Lokal (Bauer Homistlaw). Nichts los, wen
wunderts, so kurz vor Neujahr. Eine sich langweilende Asiatin, aber
geil, törnt mich an, ich fasse nicht den Mut sie anzumachen, wäre
sie allein, dann doch, aber mit zwei anderen Frauen, Scheiße. Ich
wechsele den Laden. LHC, "Lonely Hearts-Club", Muffe
reinzugehen, aber was kann mich denn schon belasten, am Eingang steht
eine supertolle Frau, -sie verstärkt meinen Mut, ich gehe rein, viel
los, ich trinke etwas, haue ab, die letzte Straßenbahn und so. Zu
Hause fresse ich erstmal etwas, Lottoschein schon nachgeguckt, nee,
dann eben jetzt, meine Fresse, in den ersten 4 Feldern kein Treffer,
die Chancen steigen (da ich in den 8 Feldern immer 48 verschiedene
Zahlen ankreuze), Feld fünf: ebenfalls nichts, Feld sechs: keine
Zahl stimmt überein, Feld sieben, -Feld acht, mein Gott, da sind sie
ja, die richtigen sechs der sieben fehlenden Zahlen, ich habe sechs
Richtige, 6 Richtige in meinem letzten, achten Feld! Sag ich es
jemandem, nein, erstmal abwarten, ich braue mir nen Kaffee. Na ja,
viel verändert sich nicht gerade, im ersten Moment, so, den Schein
an mich reißen, bloß nichts falsch machen, noch einmal die Zahlen
überprüfen, sie stimmen, -dann kann ich ja morgen in den Puff
fahren. Wie viel wird's wohl geben, 10 Millionen, oder weniger,
hoffentlich nicht nur 1-2 Millionen Schilling. Wär schade. Was mache
ich jetzt, erstmal eine rauchen und dann poofen gehen. Sonntag
abwarten, schon überlegen, was ich mit dem Gewinn mache. Erstmal
abwarten, wie viel es gibt. Ich und sechs Richtige. Hahaha.
3,45
Millionen. Lächerlich. Großes Teilen wird dabei nicht
herausspringen. So, jetzt muss ich arrangieren, dass ich alleine bin,
wenn der Lotto-Fritze kommt. Aber wie, na, abwarten. Der Alte hat
Mittagsschicht, ein zusätzlicher Negativfaktor. Abwarten, ich wüsste
nicht, wie ich mir freie Bahn schaffen könnte.
Donnerstag,
der Idiot war da, Eltern nicht, mein Bruder Advokato merkte nichts.
Ströchel mit Blumen und so. Den Scheck habe ich jedenfalls. Dennoch
wäre ich lieber Multi-Millionär. Geld aufs Sparbuch überwiesen,
nur ich kann abheben, mit Codewort (hoffentlich vergess ich's nicht)
und so, Unterschrift, -Testament gemacht, man kann ja nie wissen.
Mein Urlaub ist fast zu Ende, Muffe irgendwohin zu fliegen, der Pd
ruft, denen verrat ich auch nichts. Jetzt erstmal cool bleiben.
Samstag kommt Neustadto zu Besuch nach Wien, ne Nummer im Puff kann
ich ja ausgeben, falls das Frauen anmachen in der City nicht klappt.
Lottospielen nicht vergessen, man weiß ja nie.
Freitag,
Neustadto ist da, wir ziehen ins OKE (Ottakringer Eck), eine relative
Stammkneipe im Heiligenstädter Einkaufscentrum (HEC). Ich ballere
mir einen. Dösig, wo ich doch nichts abkann. Die blonden Schnallen,
die auch immer im OKE rum lungern, wenn wir da sind, werden mal
wieder nicht angemacht; obwohl wir jedes Mal auf sie abfahren, auch
über sie tuscheln, in einer ganz bestimmten Richtung, versteht sich,
die der Geilheit, haben wir uns noch nie getraut, sie anzumachen, die
schönen Willys.
Ich
habe schon wieder keine allzu große Lust weiter zu vegetieren, aber
ich bin besoffen, ab nach Hause, ab ins Bett.
Frühstück
am Sonnabend, mir ist schlecht, Kaffee bringt mich wieder hoch, ich
überrede meinen Vater, mich nach Wien zu einem An- und
Verkaufsgeschäft zu fahren, stoße alle SF-Romane und fast alle
Comics ab, wurde auch langsam Zeit. Bin ja gespannt, ob Mutter
tatsächlich ne Heiratsanzeige für mich aufsetzt, sie faselte etwas
davon. Sie hat ja recht, viele Frauen habe ich ja auch noch nicht
nach Hause geschleppt. Wen wundert's? Jetzt gehe ich erst nochmal ne
Stunde pennen.
Immerhin
rauche ich wieder Filter, nicht mehr Tabak: Reichtum hat auch
Vorteile. Ich bin ja gespannt, wie der heutige Abend verlaufen wird.
Jedenfalls gehe ich nicht ins OKE, auch nicht in die Pommes-Bude, in
der wir schon öfter waren, weil es dort Geldspielautomaten und
Flipper gibt. City ist in. Marry kommt nicht mit, ehrlich gesagt, er
soll seine Italienerin, die Clio, befriedigen, -der Holzkopf will sie
ja heiraten. Nichts gegen Ausländerinnen, aber Frauen mit
"Nur-Figur" kann man vergessen: Andererseits hat Marry auch
nicht allzu viel im Kopf. Besäuft sich übrigens verdächtig oft,
seit er die Perle hat, wem es Spaß macht? Aber so stelle ich mir
Liebe auch jetzt, am Montag Nachmittag, nicht vor. Wenn ich da an
meine Winona-Fantasterei denke, himmlisch, ich meine genial. Was wäre
eigentlich noch zu berichten? Ach ja, immer noch habe ich kein' allzu
großen Plan vom Präsenzdienst (ausnahmsweise ausgeschrieben!). Mit
Frauen läuft z.Z. nichts, aber letzten Montag war ich in einem
Pornofilm drin, geil, aber ohne Handlung. Dabei einen Pornoroman
gekriegt, was ich in der Zwischenzeit weidlich am Schwanz gemerkt und
auch ausgespritzt habe. Was letzten Samstag Abend los war, spare ich
vorläufig aus und berichte erstmal über den heutigen Tag.
Nachdem
ich wieder etwas Geld getankt hatte, fuhr ich in die City, nichts
los, ab zum Psychiater, ins PKH zur Baumgartner Höhe, ein EEG machen
lassen, Elektro-Enzephalogramm, Gehirnstrommessung; und PKH heißt
Psychiatrisches Krankenhaus, fast LKH, was in "Zeit für 2011"
Lebkuchenherzen heißen wird, also Leute: "Zeit für 2011"
kaufen, lesen oder verschenken, jedenfalls kaufen! Von wegen
Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen und so: Ich wurde
vorletztes Jahr, im August, von zwei britischen Soldaten überfallen,
eingemacht, Gehirnerschütterung, Fingerbruch, jetzt habe ich einen
steifen Finger, den Ringfinger der rechten Hand, litt danach unter
Verfolgungswahn etc., war jedenfalls ganz schön "Psycho",
stellte deshalb beim Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen
einen Antrag nach dem VOG, Verbrechensopfergesetz, deswegen auch das
EEG, jetzt wissen wir ja mittlerweile alle, was das heißt, wenn
nicht, siehe weiter oben, -ich wollte eigentlich s.o. schreiben, aber
das hätte ja nur zu weiterer Verwirrung geführt, auf jeden Fall:
Ich bin auch psychisch gesund, kaum zu glauben, dennoch wahr!
Danach
fuhr ich zurück in die City, kaufte mir ne anständige Hose und ging
ins US (Upstairs). Keine Frau solo, Scheiße. Soll ich ins Pornokino,
nee, habe mich schon beim letzten Mal gelangweilt, außer bei den
Orgasmen, versteht sich. Ein paar Briten tauchen auf, mein
Britenkomplex von wegen Überfall und so tritt wieder auf, jedenfalls
verunsichern sie mich; soll ich nach Hause fahren? Geld macht
glücklich, aber es beruhigt nicht. Soll ich den Führerschein
anfangen? Aber wo, in Heimkauen oder Wien, nein, lassen wir lieber
stecken, über den letzten Reinfall bin ich noch nicht hinweg. Der Pd
ruft, ich habe schon Muffe, von wegen Unfall erleiden, Kotzschwein
und ähnlicher Sachen. Aber den Lottogewinn verrate ich nicht, sonst
wollen alle was abhaben, ich rede von ihm nur noch als Sieg. Scheiß
Rauch, ob ich es wohl jemals schaffe, das Rauchen aufzugeben,
vermutlich erst mit Lungenkrebs, oder Raucherbein, ach ja, ich müsste
mich mal auf Lungenzustand und Magenkrebs untersuchen lassen. Soll
ich dafür ne private Krankenversicherung abschließen, aber es
dauert auch dabei lange, bis ich in den Genuss einer
Vorsorgeuntersuchung komme, andererseits ist ne Untersuchung gegen
Bares sauteuer, so viel habe ich auch nicht; ich sollte es mal beim
Bund versuchen, schließlich muss ich ja auf meine Gesundheit
Rücksicht nehmen, lt. Pd-Satzung oder wie das heißt, also, stopp,
ne astreine Perle kommt, sie ist allein, hm, wie mache ich sie an,
immerhin setzt sie sich neben mich, allerdings nur deshalb, weil da
ein Hocker frei ist, -über meine Wirkung auf Frauen gebe ich mich
keinen Illusionen hin. Man heißt ja schließlich nicht King
Neustadto I, hoffe, die richtige Nummer, so genau weiß man das ja
nicht. Also, ich will die Perle, bleiben wir bei "Perle",
vielleicht ein gutes Omen, anmachen. Ich bin beim "Wie"
stehen geblieben: Sie haut mich wegen Feuer an, na also, jetzt am
Ball bleiben: "Bitte schön, junge Frau". Dämlich, nicht
wahr, Reichtum schützt vor Torheit nicht. Der erste, totale Versager
dieses Jahres, will mir scheinen, wie soll das bloß weitergehen?
"Danke", ach ja: "Ich heiße übrigens Jocel..., ich
meine Lajr!" Schweigen, wenigstens erröte ich nicht, was soll
mich schon belasten. Muschmann, vielleicht das, erstmal ne Schwarze
Hand, doch Tabak, Abwechslung tut Not, außerdem schmecken Zigaretten
mir augenblicklich sowieso nicht, also ist auch das egal. Vielleicht
sollte ich Cornelia besuchen, sie davon überzeugen, dass sie ihre
flotte Zunge mal an meinem Schwanz ausprobiert, -nee, Scheiße, da
sitzt eine Perle neben mir und ich denke an Cornelia: Obwohl ich seit
Jahr und Tag auf Cornelia scharf bin, kam ich noch nicht zum Zuge,
und wenn ich sie nicht vergewohltätige, wird das auch in Ewigkeit,
Amen, nie passieren, vor allem, weil ich sie hässlich finde.
Hoffentlich haut die Grille neben mir bald ab, ich will was anmachen,
der Kellner mustert mich auch schon mit merkwürdigem Blicke, ist er
schwul? Toilette besuchen, komme gerade von der Toilette wieder, da
haut die Schnalle ab, schaut mich noch einmal lüstern an, ich erröte
doch noch. Neue Perle, größeres Glück, zumindest aber größeres
Können beweisen, noch ist allerdings keine da. Raucherhusten,
erstmal Zigaretten ziehen, kein Kleingeld, schlimm, schlimm, ich
packe es doch noch, das mit den Frauen, hoffe ich zumindest. Das
Leben ist beschissen, was nützt einem das Geld. Geld macht
glücklich, erstmal eine Tasse Kaffee, habe Hunger, gehe in ein
Kaufhaus-Restaurant, das meistbesuchte der Stadt, keine Plätze
"frei", keine Mädels, die auf Schwänze warten, d.h. solo
an einem Tisch sitzen, gähnende Leere; die Serviererinnen törnen
mich an, nach dem Essen wieder ins US, soll ich die fette Kellnerin
anmachen? Wie, schlimmes Wort, wozu brauche ich eigentlich Frauen,
ich habe schließlich meine Hand, ach ja, ich will Kinder machen,
aber welcher Frau, die sind doch alle gleich, alle wollen das Eine,
geiles Volk, dabei gibts in jedem Laden Schlangengurken, frisch
importiert oder auch österreichische Eigenproduktion. Da kommen
wieder zwei Mädelz, soll ich mich rüber setzen? Kein Bock, lass mal
stecken, Zeit nach Hause zu fahren, die Kiste ruft, nichts
Sinnvolles, was solls. Vielleicht noch eine Schachpartie, nee,
Advokato muss morgen früh zur Schule, Kiste bis zum Vergasen, na
sagen wir bis die Nachtwerbung beginnt. Ein sinniger Tag ist
vergangen, ja, ich bin schon glücklich, eine Blueberry-Story noch
rein zocken, -wenn ich spät schlafen gehe, wache ich wenigstens spät
auf, und brauche wenigstens nicht zu viel Zeit zu verstreunen; man
hat es schon schwer, jedenfalls nach dem Präsenzdienst maloche ich
kein Stück mehr, höchstens die Kündigungsfrist erfüll ich noch,
sonst verklagen die mich noch und sowas tut mir weh. Ich habe keine
große Lust, allzu vielen Lobbies beizutreten, was sein muss, muss
sein, mehr nicht. Zeit totschlagen, diese Kunst beherrsche ich ja
eigentlich recht gut, aber: Nobody's perfect, but me, zumindest fast
perfect, um beim Englischschreiben zu bleiben; das soll heißen, dass
ich im Zeit totschlagen fast perfekt bin, nicht etwa im Frauen
aufreißen. Jetzt aber pennen, morgen, Dienstag, wird auch noch ein
schwerer Tag, schwer zu vertrödeln. Eigentlich müsste ich mir ja
irgendetwas einfallen lassen, von wegen mich selbstständig machen
und so, aber ich habe noch nicht einmal Bock, mir ne eigene Bude zu
nehmen. Wäre, solange ich beim Bund bin, auch Blödsinn; und
insofern Mutter mein Manuskripte nicht wegschmeißt, kann mich
sowieso nichts schocken.