Irische
Tagebücher
Jetzt
habe ich meine Abstraktionsfähigkeit bei IT II spielen lassen,
bedauerlich, aber was nicht (mehr) ist, ist eben nicht. Also
weiter...
Doch
die Line zum Lesen von Berger gefunden: Es ist nicht leicht, IT III
zu entziffern, stark zeitaufwändig, deswegen leicht enervierend und
schwer zu beurteilen. Am Anfang habe ich viel Blödsinn geschrieben,
Schreiben befreit!
Von
der Schokolade ist mir schlecht geworden...
Die
gestrige Fress-Orgie kann ich mir immer mehr verzeihen, denn heute
morgen war ich wieder kaputt wie Harry. Die Arbeit ging mir bedächtig
von der Hand, Umsatzbericht stand erst um 12 Uhr 30, obwohl ab ca. 11
Uhr die echte Form da war; dann ab halb 3 Ermüdungserscheinungen,
Unkonzentrationsfähigkeit. Deswegen beim Schreiben von Rechnungen
zwei verhauen, aber bemerkt.
Bahlmann
sagte mir, dass er mich bei der Prüfungsanmeldung mit sehr gut
bewerten wird. Eine Note zu hoch, finde ich, obwohl das natürlich
Blödsinn ist und ein Fossil aus selbstbewusstseinsarmen Zeiten, denn
in Theorie bestand und bestehe ich immer auf Einsen, wenn ich sie
möglicherweise verdient habe, z. B. letztes Jahr in
Wirtschaftslehre; aber eine so hohe praktische Bewertung ist doch ein
kleiner Schock. Wenn ich mich nicht täusche, hat mir der Janski
etwas von gut bei der Küchenarbeitsbewertung erzählt; Service, weiß
ich von nichts, aber zumindest befriedigend wird es da auch geben;
das ergibt eine Praxis-Vornote von glatt 2, und ich rechne bei der
Praktischen Prüfung mit 4, Theorie 2, glatt 3; also zu große
Vorschusslorbeeren, andererseits urteilte ich einmal selbst, dass ich
realistisch betrachtet der beste Auszubildende des BS-Hotels meiner
Schulklasse sei, theoretisch wie praktisch. Mal abwarten, leichte
Selbstzweifel gibt es.